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Ganzheitliche Förderung kann in grossen Gruppen nicht gelingen. Kindergartenkinder brauchen sehr viel individuelle und ganzheitliche Förderung, Förderung in verschiedensten Bereichen wie Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmungs- und Sinnesschulung, Auf- und Ausbau des Zahlbegriffs und des Wortschatzes, musische Förderung usw. Es braucht eine anregende Lernumgebung, in der sie möglichst ihrem eigenen Rhythmus entsprechend unterschiedliche konkrete, sinnliche Erfahrungen machen können. Die Schulung der Sinne ist unter anderem eine unabdingbare Voraussetzung zum Verstehen mathematischer Grundlagen. Kinder, die viele konkrete Sinneserfahrungen machen, haben wenig Mühe beim Aufbau des Zahlbegriffs und beim Abstrahieren. Aus pädagogischer Sicht ist zu fordern, dass die Halbierung der Gruppen in den Kindergärten bestehen bleibt. Lernen beginnt mit Sprache. Ein differenzierter Wortschatz hilft dem Kind, körperliche, räumliche und soziale Erlebnisse zu benennen und einzuordnen. Auch Mathematik beginnt mit Sprache, beginnt mit Zuordnungen und Kategorisierungen, die sprachlich ausgedrückt werden. So lernen Kinder beispielsweise beim Umschütten von Körnern Begriffe kennen wie «wenig», «mehr», «viel», «weniger als», «mehr als», «viel mehr als». Konkrete Erfahrungen dienen auch als Grundlage zum Verstehen und Automatisieren der vier Grundoperationen Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

Clarita Kunz

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